Sandro Portmann v/o NeptunSport-X

Die Gipfelstürmer auf dem Gipfel des Sustenhorns.

Hochtour im Sustengebiet

Nach etwas mehr als einem Jahr war es wieder an der Zeit, die Bercholdia hoch zu Berg zu führen. Wie schon manches Jahr, so traf sich auch bei der Hochtour Ausgabe 2018 das erste Grüppchen bereits am Vorabend um gemeinsam einen gemütlichen Abend zu verbringen. Da es der Zufall wollte, dass dieser Vorabend auf den 1. August fiel, wurde bei einem feinen „Schweizer Buffet“ — von Raclette über Hamme hin zu Roastbeef und Älplermaggronen war alles da was das Herz begehrt — erstmal richtig geschlemmt und auf die Tour eingestimmt.

Nach einer gemütlichen Hotelnacht traf dann auch der Rest der illustren Gruppe beim Steingletscher ein und zusammen mit unserem Berführer Willy ging es erst einmal zu einem Parkplatz, wo dann noch das nötige Mietmaterial verteilt wurde. Und schon konnte es losgehen. Nach einem kurzen Zustieg fanden wir uns am Einstieg zum Klettersteig, welcher und in diesem Jahr auf die Tierberglihütte führte. Mit den teils ausgesetzten Stellen und nackten Felswänden, war der Klettersteig bereits ein erstes Pièce de Résistance, welches aber von allen mit Bravour gemeistert wurde. Am Abend auf der Hütte wurde dann fein gegessen und dem durch Willy humoristisch vorgetragenen Wetterbericht für den kommenden Tag gelauscht, bevor man sich die wohlverdienten Ruhestunden gönnte.

Bereits um halb fünf wurden wir von unserem Bergführer Willy geweckt, denn um fünf Stand schon das Frühstück und der obligate Marschtee bereit. Nach dem kuren Zmorge ging es dann auch schon rasch los in Richtung Gletscher und auf Richtung Sustenhorn, dem heutigen Tagesziel. Der Aufstieg über den Gletscher war eindrücklich und eröffnete einem immer wieder neue Einblicke in die alpine Landschaft. Nachdem auch der oberste doch sehr steile Teil des Gletschers bezwungen war musste nur noch über ein kurzes Stück im Geröll zum Gipfel aufgestiegen werden. Was für ein Erlebnis und was für Ausblick auf die Schweizer Bergwelt! Selbst das Ziel des leztzten Jahrs, das Bishorn, konnte in der Ferne ausgemacht werden. Doch der Gipfelmoment dauerte nur kurz, mussten wir doch den Weg zur Hütte langsam aber sicher wieder in Angriff nehmen. Um kurz nach drei Uhr nachmittags waren wir zurück auf der Hütte und labten uns an Hüttenkaffee, Kuchen und anderen teils geisthaltigen Getränken. Nach einem feinen und stärkenden Znacht wurde noch ein Weilchen bei Bier und Wein über Gott und die (Berg)Welt philosophiert und der ein oder andere Plan für weitere Bergabenteuer geschmiedet. Bekanntlich ist ja nach dem Gipfel vor dem Gipfel und so ging es auch am zweiten Tag der Tour wieder zeitig ins Bett.

Nicht so früh wie am Vortag, aber auch zeitig spielte wiederum Willy unseren Wecker. Der letzte Tag der Tour sollte uns nochmals ein Gipfelerlebnis bescheren. Nach langem hin und her ma Vorabend wurde der Entscheid gefällt den Vorder Tierberg in Angriff zu nehmen. Der Aufstieg über den Gletscher und das kurze Gehgelände war wiederum beeindruckend und das Gipfelerlebnis unvergesslich, galt es doch um auf den höchsten Punkt zu kommen noch einen kurzen Grat zu meistern. Auch hier darf vermeldet werden, dass ausnahmslos alle auch diese Herausforderung meisterten und wir einen verdienten Gipfelimbiss zu uns nehmen konnten. Der Abstieg über den Gletscher eröffnete uns nochmals spannende Perspektiven auf die Gletscherwelt im Sustengebiet. Zurück auf der Hütte wurde noch die letzten Dinge in den Rucksack gepackt, bevor es dann an den Hüttenabstieg ging. Ebenfalls schon üblich ist das abschliessende gemütliche Bier in der nächstgelegenen Beiz, wo wir die Tour nochmal Revue passieren liessen und uns ein feines Zmittag gönnten um gestärkt den nach Hause Weg anzutreten.

Als Organisator möchte ich nochmals allen Teilnehmern und speziell unserem Bergführer Willy für die gelungene Tour mit gleich zwei Gipfeln danken! Es waren wieder drei wunderbare Tage in den Bergen mit vielen Erinnerungen und Erlebnissen. Einige Impressionen findest du hier.

Ab in die Halle, statt raus an den Fels

Gleich ist dir Route geschafft!

Doch nicht nur alpin war die Berchtoldia diesen Sommer unterwegs. Auf Grund der Witterung verschoben, war am 14. August eigentlich ein gemütliches Klettern am Büffelfels geplant. Doch entgegen der Hochtour, an welcher wir bestes Bergwetter geniessen durften, meinte es Petrus nicht gut mit uns und so fiel das Sportklettern am Büffelfels regelrecht ins Wasser. Doch ein rechter Sport-X lässt sich durch solche Unwegbarkeiten nicht aus dem Konzept bringen. Rasch war mit der Boulderhalle Bimano ein valabler Ersatz gefunden wurden und so ging es für eine kleine Schar auf um sich in der Halle an den manchmal grösseren, manchmal kleineren Klettergriffen zu versuchen. Es hat allen wahnsinnig Spass gemacht und der anschliessende gemütliche Ausklang soll, gemäss anonymen Hinweisen, auch etwas länger gedauert haben…

Auch hier möchte ich es nicht unterlassen meinem Kommilitonen Dave zu danken, welcher mich bei Organisation und Durchführung unterstützte! Es ging zwar nicht an den Fels, aber aufgeschoben ist bekanntlich ja nicht aufgehoben.

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