Zeitig hiess es am 10. August aufzustehen, um auch ja um 6 Uhr morgens mit den schweren Schuhen und einem Rucksack mit Gepäck für zwei Tage auf dem Zug in Richtung Luzern zu sitzen. Schliesslich galt es ja um halb Zehn auf dem Gotthardpass zu sein! Die Fahrt verlief, ausser einigen Problemen mit dem elektronischen Kartenmaterial (die Besitzerin eines iPhones schwankte zwischen "super App, chame mega bruuche" und "sch**** App, funktioniert ja überhaupt nöd" im 5 Minuten Takt hin und her...) ziemlich unspektakulär.

Oben auf dem Pass angekommen war denn mit der wanderlustigen Leoninerin unsere Truppe auch komplett und man rettete sich vor der giftigen Bise erstmal zu einem warmen Kaffee ins Hospiz. Diesen getrunken und auch den letzten Gang auf die Toilette ging es dann auch schon los in Richtung Passo di Lucendro, dem ersten Etappenziel und Ort der Mittagsrast. Nach einiger Zeit wurde es dann aber doch etwas zu windig und so setzte man den Weg fort in Richtung Passo di Cavanna, um vom schönen Kanton Tessin wieder in den Kanton Uri und dem Tagesziel, der Rotondohütte, wieder ein bisschen näher zu kommen.

Nach erreichen des Passo di Cavanna galt es aber vorerst noch einige Höhenmeter zu erklimmen und den Weg Richtung Ronggergrat zu nehmen um schlussendlich über Schneefelder und Steine, nach einem kurzen Gegenanstieg das Tagesziel zu erreichen. Auf der Hütte angekommen hiess es erstmal Hütten beziehen und dann das wohlverdiente "Feierabendbier" auf der Sonnenterrasse zu geniessen. Auch hier wurde es dann mit fortschreitender Stunde frisch, worauf man sich zur Besprechung des morgigen Tages und dem in die Nähe rückenden Abendessen widmete. Dieses eingenommen ging man aber dann nicht gleich ins Bett und reizte auch die um 22:00 Uhr eintretende Nachtruhe voll aus.

Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht im Massenschlag (einige sollen anscheinend in der Nacht das Zimmer verlassen haben um im Schuhraum ein wenig die Augen schliessen zu können) und der Erkenntnis, dass eine Wanderung weiter zum Furkapass wohl doch ein wenig zu viel des Guten gewesen wäre gab es erstmal ein Frühstück, nach welchem man dann im Schlag erstmal klar Schiff machte für die nächsten Berggänger. Noch ein kurzer Ausflug zum Wittenwasserengletscher machte man sich auf den Weg nach Realp, wo man dann gerade noch "häb chläb" den Zug nach Göschenen erwischte und die endgültige Heimreise antrat.

Weitere Fotos findet ihr hier.

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