Den alljährlichen Kulturanlass mit der AV Fryburgia durften wir dieses Mal unter dem Zepter des Fryburger-Senioren Grossu v/o Bonaparte erleben. Von Bern aus machte man sich „gackernd“ auf den Weg in’s idyllische Fribourgerland. Nach kurzer Bahnfahrt in die Zähringerstadt und herzlicher Begrüssung am Bahnhof, begab man sich sogleich mit dem Bus in die Basse-Ville, um zügig mit dem Kulturteil zu beginnen.

In einer ehemaligen Metzgerei, die zur Kleinbrauerei umgebaut wurde, lauschten wir den Ausführungen des Miteigentümers und Fryburger-Altherren Tschäppät v/o Stich. Er erläuterte uns neben dem Brauvorgang und den Einflüssen der einzelnen Ingredienzen, auch wie die Kleinbrauerei „Fri-Mousse“ entstand. Ohne berufsbedingten handwerklichen Background machte man sich vor etwas mehr als einem Jahrzehnt aus Interesse an der Sache an’s Zusammenschweissen von Dampfkochtopf und Boiler. Die ehemaligen Studenten aus verschiedenen Disziplinen erarbeiteten sich über die Zeit fundiertes Know-How und können heute mit Fug und Recht behaupten die Brauer des besten Fribourger Bieres zu sein – so jedenfalls würden die Anlassteilnehmer einhellig entscheiden. Von zunächst nur 120 Liter pro Brauvorgang konnte die Charge mittels eines Neubaus bis heute auf 1'300 Liter erhöht werden. Die kleine Brauerei dient heute noch als Anschauungsobjekt für Besucher, sowie als "Testbrauerei", um in kleineren Mengen an neuen Biersorten herumzutüfteln.

Selbstredend durfte das Degustieren des Produktes nicht fehlen. Das Barbeblanche machte den Auftakt. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um ein süffiges und für ein Weissbier sehr leichtes Bier. La Dzodzet als klassisches kühles Blondes, mit einem fruchtigen Hopfen gebraut und das Barberousse, das eher malzig und süss war, rundeten das Geschmackserlebnis ab. Weitere Biere, zwei davon Saisonbiere, werden noch angeboten und finden bei der Fribourger-Bevölkerung reissenden Absatz. Schade gibt es dieses edle Bräu nicht auch in Bern, aber wer weiss…

Um den Abend ausklingen zu lassen, begab man sich per pedes die steile Altstadt hinauf, an einem Rudel Alemannen vorbei, an den Stamm unserer Gastgeber, in’s Corsaire. Bei etwas alltäglicherem Bier und einer feinen kalten Platte liess man das Erlebte bei Gesprächen, Gelächter und Gesängen noch nachklingen. Einen herzlichen Dank an die Fryburgia für Ihre Gastfreundlichkeit. Nächstes Jahr wieder in Bern…

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