Am Samstagmorgen trafen sich drei verwegene Berchtolder in Zürich am Bahnhof um eine zweitägige Bergtour ins Val Cavardiras zu unternehmen. Die Reise zum Ausgangspunkt in Disentis war länger als gedacht, doch vermochte sie der Stimmung keinen Abbruch zu tun. Der Wetterbericht war der Unternehmung am Vorabend noch wohl gesonnen und so startete man frohen Mutes in Richtung Seilbahn, welche uns nach Caschavedra bringen sollte. Doch schon auf dem Weg zogen immer mehr Wolken auf und erstmal oben angekommen und in Richtung Brunnipass gestartet frischte dann auch noch der Wind auf. Doch wir liessen uns nicht lumpen und schritten verwegt weiter. Das Tagesziel lag schliesslich noch 3 Wegstunden entfernt.

Die Mittagsrast an einem windgeschützten Plätzchen an einem schönen Bergsee hob dann die Stimmung, bevor es endgültig an den Aufstieg zum Pass ging. Der Weg war steinig und zu guter Letzt lag auch noch eine leichte Kletterei auf dem mit Ketten gesicherten Weg drin, genial. Oben auf dem Grat war es dann luftig und der Abstieg auf den Brunnifirn war dann auch mehr oder weniger abenteuerlich, aber nichtsdestotrotz wunderbar und ein wahres Erlebnis. Auf dem Brunnifirn galt es dann den Gletscher noch zur Hütte zu queren. Die Hüttenwarte haben den Weg über den Gletscher mit Pylonen markiert, so dass auch ungeübte den Weg gefahrlos begehen können. Das Auffinden der Pylonen war allerdings im wieder aufkommenden Wolkendickicht nicht gerade einfach, aber wir schafften es zur Hütte. Dort angekommen galt es sich erstmal etwas zu stärken und dann nach einem feinen Znacht den Tag noch beim gemütlichen Beisammensein ausklingen zu lassen, bevor es dann zu Bett ging.

Der nächste Tag begann dann, in der Meinung der Weg sei gut zu machen und nicht all zu lange, etwas später los. Beim Aufstehen dann aber die Überraschung. Während der Nacht hatte es geschneit und so war der Weg zumindest im oberen Teil schneebedeckt. Es war, entgegen unseren Befürchtungen aber gut zu gehen. Einzig die Witterungsverhältnisse und die damit einhergehende eingeschränkte Sicht machten das Auffinden der Markierungen etwas schwer. Unter der Wolkendecke offenabrte sich allerdings das schöne Brunnital und bei einer feinen Rösti stärkten wir uns wieder. Der weitere Abstieg ins Maderanertal war dann steil und ging doch ein wenig in die Knie. Der Weg zur Postautostation stellte sich denn länger heraus, als dies die Wegschilder angaben. Hier ging man wohl eher von Trailrunnern aus... ;)

Bei der Talstation Golzern angekommen verpassten wir das Postauto und mussten noch eine Stunde warten. Die Füsse, welche nun aus den Bergschuhen durften, ein feines Glacé und ein kühles Getränk kamen da zur Überbrückung aber gerade recht :)

Es waren zwei wunderbare Tage. Vorerst war dies die letzte Bergtour des Sport-X, der sich nun in den Militärdienst abmeldet und dann für nächsten Sommer wieder mit einigen Touren aufwartet!

Einige Impressionen geibt es hier.

Joomla templates by a4joomla