Sandro Portmann v/o Neptun

Pano Galen

Mehr oder weniger pünktlich traf sich die wackere Schar Berchtoldscher Bergsteiger um 11:30 auf dem Parkplatz der Albert-Heim-Hütte SAC, um zur Hochtour 2016 zu starten. Nach einem kurzen Materialcheck durch unseren Bergführer Willy ging es denn auch gleich los in Richtung Hütte, wo wir für die kommenden drei Tage unser Lager hatten. Der Aufstieg war kurz und knackig und belohnte uns bereits mit den ersten fantastischen Eindrücken des Gebiets rund um den Galenstock. Auf der Hütte angekommen bezogen wir vorerst einmal unseren Schlag, um nach einem kleinen Imbiss uns in Knotenkunde und Seilhandhabung zu üben, welches essentiell sein sollten für den kommenden Tag. Zurück in der Hütte wurden wir mit einem feinen Menü bekocht und schon bald ging es in Richtung Bett, denn der Wecker sollte, da der Wetterbericht für Sonntag alles andere als vielversprechend war, diesen Samstag früh klingeln.

Bereits um 03:30 schrillte nach einer kurzen Nacht der Wecker und alle schälten sich langsam aus den Federn. Noch Schlaftrunken ging es zum Frühstückstisch, wo man sich still für die kommenden Anstrengungen stärkte. Draussen noch dunkel hiess es den Rucksack umzuschnallen und den Weg in Richtung Tiefengletscher unter die Füsse zu nehmen. Über Geröll ging es dann zum Gletscher, wo über eine Moräne aufgestiegen wurde. Oben angekommen wurden flux die Steigeisen für die Schneepassage angeschnallt, während die Sonne unser Ziel bereits in goldiges Sonnenlicht tauchte. Der lange weg über den Gletscher war anstrengend und forderte so einiges ab. Nichtsdestotrotz schafften wir es an den Bergschrund und begannen den Aufstieg. Der Fels war ziemlicher "Ghüder" und bröselte teils unter den Schuhen weg, so das wir viel Zeit brauchten um mit unserer Gruppe zu passieren. Auf dem Grat angekommen galt es dann die schwere Entscheidung zu treffen umzukehren oder doch noch zum letzten Sturm anzusetzen. Da aber der Fels vermutlich nicht besser wurde entschlossen wir uns für den geordneten Rückzug. Um aber den Rückweg etwas interessanter zu gestalten wählte unser Bergführer Willy nicht den "normalen" Weg, sondern den alten, in der Führerliteratur nach wie vor beschriebenen Weg. Eine steile Gletscherpassage und eine kurze Kletterei über ein Felsband forderte ebenfalls nochmlas ihren zeitlichen Tribut und so gab es von Petrus noch eine kleine Dusche. Zurück auf der Hütte wurde alles verstaut und man traf sich am Tisch beim feinen Znacht wieder. Etwas wortkarger als noch am Abend zuvor – es schienen wohl ausnahmslos alle müde zu sein – gönnte man sich ein feines Riz Casimir. Zwei ganz unentwegte wagten sich dann aber doch nochmals hinaus und unternahme eine kleine Verdauungswanderung zum nahe gelegenen Gipfelkreuz. Der nun folgende Abend ging einiges ruhiger über die Bühne als noch am Abend zuvor und so gingen alle bei Zeiten zu Bett.

Sonntags hiess es dann Ausschlafen! Da der Wetterbericht für Sonntag nichts gutes verhiess, trafen wir uns erst um 08:00 – für eine Berghütte doch schon ein langes Ausschlafen – zum Morgenessen. Um vom Tag noch etwas zu haben machten wir in Hüttennähe, schliesslich wollte man bei plötzlichem Regenfall schnell im Trockenen sein, noch ein wenig Ausbildung in Spaltenrettung. Der Himmel verdüsterte sich dann immer mehr und so nahm man den Weg zurück in Richtung Parkplatz unter die Füsse, bevor man sich im Hotel Tiefenbach noch auf ein Mittagessen traf. An dieser Stelle sei das Lokal dem hungrigen Reisenden wärmstens empfohlen. Bei normalen Preisen übersteigen die Portionen das Übliche und keiner ging hungrig vom Tisch (man munkelt einer habe noch die Resten seines Cordon-Bleus mit nach Hause genommen…). Gestärkt traten dann allesamt den Rückweg an.

Ich möchte mich als Sport-X bei allen Teilnehmern bedanken. Es war eine super Tour, welche mega spass gemacht hat. Ich freue mich bereits jetzt auf die Tour im kommenden Jubeljahr!

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