Nach und nach, und aus verschiedenen Richtungen findet sich am Freitag mittag eine stattliche Gruppe Berchtolder im Speisewagen des VORALBERGS zusammen. Die Chargierten (Massiv, Bruce, Kiri) und die Altherren (Anatevka, Funky, Spar, Tobacco, Virage, Zart). Man isst und trinkt, und schwelgt in Vorfreude auf ein weiteres Innsbrucker Wochenende.

Endlich angekommen, werden wir von Chipo begrüsst und zum Hotel geführt – die Chargierten in die Chargierten-Abstiege, die Altherren an eine etwas gehobenere Adresse. Als aus dem Kamin des Budencheminées ein feines Düftchen saftigen Fleisches steigt, werden die Hotelzimmer schleunigst verlassen und die Rechnungen des Apéro beglichen. Man lässt sich auf der Terrasse der Bude vom Grill-X verköstigen, das Fleisch ist zart und der Kartoffelsalat süss. Für kurze Zeit ist die Berchtolderschar komplett, nachdem auch Dampf und Caritas dazugestossen sind und bevor dieser geschäftlich wieder abreist. Die blauen und roten Mützen mischen sich, es wird geplaudert, geraucht und getrunken, geschnupft, und ab und zu braust ein Flugzeug über die Köpfe was die Schweizer grosse Augen machen lässt. Bald zieht es die ersten Altherren und die gfrörligen Frauen ins Innere und sie beleben die Bar sowie die Lounge. Das folgende Schauspiel kennen die geübten Innsbruck-Gänger ja nur zu gut Lachanfall und die Innsbruck-Neulinge können sich es sicher auch vorstellen. Die Getränke sind kühl und in überkritischen Verhältnis gemischt, der Rauch macht das Atmen schwer und die Musik die Konversation. Um Mitternacht wird Kiri von einem flüssigen Geburtstagskuchen überrascht, um die Kerzen gesellen sich Reagenzgläschen mit sehr suspektem Inhalt. Als die Kerzen ausgeblasen sind, heisst es die trockene Kehle zu spühlen, sogar die noch anwesende ältere Generation lässt sich das nicht entgehen. Wer jetzt noch nicht genug hat, stärkt sich mit Baccardi Pomme oder Bier. Die gesamte Berchtolder-Delegation scheint aber bald genug zu haben, was wir der ermüdenden Anreise und dem Vorabend zuschreiben Winken, jedenfalls sind die Rotkäppchen bald aus der Bude verschwunden. Am Samstag morgen kämpfen sich die Berchtolder aus ihren weichen Bettern, die einen etwas beschwingter Richtung Frühstück, die andern etwas zaghafter. Blasmusik und die Schweizer Armee (darunter Scarla) empfangen uns vor dem Goldenen Dacherl, von dort geht es auf die Hungerburg, zum Glück mit einem Bähnli. Oben wird erst die Aussicht auf Innsbruck genossen, dann geht es in die Wolke 7, ein Restaurant, indem uns eine flotte Bedienung mit Schnitzeln und Pfannderln verwöhnt. Die, die noch nicht genug Bewegung haben und sich nach Dessert oder dem nächsten Bier sehnen, wandern den Berg hinab, in den Alpenzoo. Nicht dabei sind Dampf, Kiri und Chipo; gemütliches Sightseeing, ebensolche Stunden im Bett und BC waren die Alternativen. Bald aber heisst es sich in die Filzjacken zu stürzen und in die Stiefel zu zwängen (es liegt ja bekanntlich immer an den Kleidern), in der Kirche musse chargiert werden. Bis zum Chargiertenessen ist die Delegation wieder komplett und hungrig, und dank einem Schnitzel in der Kirche äusserst standhaft. Dampf als Konzelebrant und Virage als einziger Gast feiern eine schöne und nicht allzulange Messe mit. Zum Einzug der Chargierten sind die alle Altherren eingetrudelt und die Schweizer Delegation wird mit viel Applaus und Gejohle begrüsst Überrascht. Das grosse Schwitzen beginnt, aber langweilig ist es den drei auffallendsten Filzen auf der Bühne nicht. Kiri wird sogar mit Blumenstrauss begrüsst, unter allen Politikern, Professoren und den den Jubilaren. Die Überraschung ist gelungen! Senior Pizza führt zügig durch den Kommers, was nur durch die ewigen Wortschwälle der Redner unterbrochen wird. Der Witz von Dampf und Tobaccos Grussworte aus Bern fallen im Gegensatz dazu sehr unterhaltsam aus, und am Geschenk haben vor allem die Schnupfer Freunde. Brrrrrrmmmmm!!!!! LachanfallNach einem schönen Kommers mit einem erfolgreichen Solo von FM Chipo, reibungslosem Fahnengruss und befreiendem Umziehen findet man sich wieder in der Bar, wobei diesmal schon bald die roten Mützen in der Überzahl sind. Obwohl das Feuer im Cheminée schon am Vortag erloschen war, wird kräftig weitergebraten, unter kundiger Anleitung des bösen Altherren mit Pfeife. Die Berchtolder halten sich hartnäckig an der Bar fest, belächeln die schwankenden Leos und die auf dem Tisch schlafenden Kreaturen. Um 6 Uhr früh haut es dann auch den letzten Berchtolden ins, zuerst fremde, Bett.Sonntag, einige Altherren kompensieren das versäumte Requiem und besuchen die Messe im Dom, die Aktiven schlafen noch selig, bis die Putzfrau an die Türe klopft. Schleunigst werden die Koffer gepackt und man trifft sich im Hofgarten zu den letzten österreichischen Spezialitäten, die Berchtolder sind trotz langer Nacht erstaunlich fit. Nach dem Kaffe werden die Fahnenstange und die Blumen abgeholt und eiligst Richtung Bahnhof gespurtet – die Zeit drängt (wie immer). Im Speisewagen lässt man das Wochenende ausklingen, die Fotos werden begutachtet. Auf einmal kommt der Kondiktör mit Kiris Blumenstrauss und Cola-Glas (Danke Bude Lächeln) durch den Speisewagen und hat wohl gedacht, seiner Frau damit eine Freude zu machen. Nichts da, die Blümchen werden konfisziert und schlussendlich bis nach Genf transportiert. Alle Berchtolder sind wieder mit nach Hause gekommen, dazu viele Eindrücke, Erinnerungen und Beweismaterial. Es ist klar, dass ich das Weekend nur aus meiner Sichtweise schildern kann; es wird sicher am nächsten Stamm noch von anderen Seiten beleuchtet! Für mich auf jeden Fall das unvergesslichste Leo-Weekend und ein absolut genialer Geburtstag! Wenn ich die bald angeschaffte Bandwurfmaschine mal für persönliche Zwecke nutzen dürfte, ich würde euch allen ein Band umpostitschen: „Kiri’s Dank“, dass ihr dabei wart!

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