Hier findest Du einige Fragen, welche häufig im Zusammenhang mit Verbindungen auftauchen. Für weitere Fragen, und um uns mal live zu sehen, empfehlen wir Dir einen Besuch eines unserer Anlässe.

Was ist eine Verbindung?

Eine Verbindung ist ein Verein, wo man sich zu geselligem Beisammensein trifft, Freundschaften knüpft, einen Ausgleich zum Studium findet, etc. Verbindungen sind Vereine mit traditionellem und historischem Hintergrund.

Warum sollte ich bei euch mitmachen?

Dafür gibt es viele Gründe. Wir bieten Dir z.B. die Möglichkeit, neben dem Studium mit Mitstudenten aus anderen Fakultäten und Semestern Deine Zeit zu verbringen. Dabei ist durch das breite Spektrum von Ansichten für interessante Diskussionen und Erweiterungen Deines Horizontes gesorgt. Wenn Du Dein Studium fern von zu Hause in einer Stadt beginnst, wo Du noch niemanden kennst, kann die Verbindung sogar eine Art Familienersatz sein: Wir sind mehr als nur ein Verein in dem man z.B. Volleyball spielt. Bei uns bilden sich nicht nur Bekanntschaften, sondern gute Freundschaften, die sich weit über die Studienzeit erhalten. Durch die Anwesenheit von ehemaligen Studenten bekommt man auch Inputs und „Beratung“ von jemandem, der die studentischen Scheuklappen bereits abgelegt hat. Insbesondere durch die Übernahme von Vorstandaufgaben eignet man sich auf einfache Weise Leadership, Sicheres Auftreten vor Leuten – auch bei totaler Ahnungslosigkeit – und weitere Soft Skills an. Durch die Vernetzung mit anderen Verbindungen auf dem Platz Bern, im Schweizerischen Studentenverein und bis ins nahe Ausland bietet sich Dir ausserdem die Möglichkeit, ein weitgreifendes Beziehungsnetz aufzubauen – dies in einem Verein wo jeder per Du ist und man immer sofort eine gemeinsame Grundlage hat, auch mit bekannten Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und weiteren Lebensbereichen. Natürlich soll das Verbindungsleben auch einfach einen Ausgleich zum Arbeits- und Unialltag schaffen.

Sehr nützlich sind auch Tipps und Tricks, welche die älteren Semester Dir geben können, nicht nur bezüglich Deines Studiums, sondern auch bezüglich der Uni allgemein. Hast Du fachlich mit etwas Mühe, findet sich oft jemand, der Dir ein wenig Nachhilfe geben kann. Auch die Vermittlung von Wohnungen oder Studijobs sind keine Seltenheit.

Schlussendlich kann die Verbindung Dir also sehr viel bieten, je nachdem wonach Du suchst – für jeden bedeutet sie etwas anderes und jeder profitiert auf seine Weise.

Was macht ihr?

Ausflüge und Besichtigungen; diskutieren; einander im Studium und im Leben unterstützen; singen; miteinander die Freizeit verbringen; jassen; auf Reisen gehen; joggen, schwimmen, Ski fahren; pompöse Anlässe wie z.B. Bälle feiern; andere Verbindungen in der Schweiz und im nahen Ausland besuchen.

Grundsätzlich eine Mischung aus dem sonstigen Repertoire der Uniangebote, aber alles in einem Verein gebündelt, in dem man nicht bloss Vereinsmitglied ist, sondern Freundschaften für's Leben schliesst. Und meistens wird vor/zu/nach den Aktivitäten auch noch etwas getrunken – angefangen bei Tee, bis zu einem gut gestossenen "Äntlibuecher".

Was wird von einem Mitglied erwartet?

Interesse, Engagement, Offenheit und Kontaktfreudigkeit.

Was unterscheidet euch von anderen Verbindungen?

Wir sind die einzige gemischte (Frauen und Männer) Verbindung an der Universität Bern, die dem Schweizerischen Studentenverein angegliedert ist. Verglichen mit den anderen Berner Verbindungen sind wir eher gemässigt. Wir sind sehr offen und liberal, legen aber auch grossen Wert auf Tradition, wo dies sinnvoll ist.

Seid ihr nicht veraltet?

Wir haben eine alte Geschichte (Gründung 1917), passten uns aber immer der Gegenwart an. Die „alten“ Elemente bleiben aufgrund ihrer identitätsstiftenden Eigenschaften, weil sie die Verbindung als solches ausmachen und weil sie auch heute oft noch nützen und sinnvoll sind ("Nur die Weisesten und Dümmsten können sich nicht ändern" Konfuzius). 

Studentenverbindungen – Das sind doch alles Alkoholiker!

Nein. Wir trinken zwar Alkohol und aufgrund unseres Komments (Regelwerk) spielen alkoholische Getränke auch eine Rolle. Das Trinken von Alkohol ist aber nicht der Inhalt unseres Vereines, sondern wie bei jedem anderen Verein auch, ein Auswuchs der Geselligkeit. Wir trinken nicht mehr als andere in unserem Alter, im Gegenteil: Der Alkoholkonsum artet bei uns nicht aus, sondern man gibt auf sich und die anderen acht. Wer es masslos übertreibt wird schlimmstenfalls nach Hause geschickt. Merken wir, dass jemand ein Alkoholproblem hätte, würden wir mit ihm das Gespräch und Lösungen suchen. Wir sind kein Verein von Alkoholikern, sondern von Studenten, bei welchen das gemeinsame „Fürobebier“ ein fester Bestandteil ist – alternativ natürlich auch nicht alkoholische Getränke.

Leider muss man sagen, dass es andere Verbindungen gibt, die dem Alkohol weit aus hemmungsloser fröhnen, was dem Ruf der grossen Masse an Verbindungen leider nicht gerecht wird. Sie unterstreichen auch das Vorurteil der Saufvereine ungerechtfertigterweise. 

Was habt ihr für komische Mützen auf?

Erkennungs- und Bekennungszeichen; die Mützen gehören zur Verbindung. 

Wie viel Zeit muss ich investieren?

Grundsätzlich einen Abend pro Woche. Dazu kommen je nachdem weitere, spezielle Anlässe, sowie zusätzliche Arbeiten für Komiteemitglieder und Fuxen.

Wir sind ein Verein wie jeder andere auch, verlangen also Engagement von unseren Mitgliedern, ansonsten funktioniert der Verein nicht.

Wie viele Mitglieder seid ihr?

Die gesamte Verbindung, inkl. Altherren, d.h. Mitglieder mit abgeschlossenem Studium, umfasst rund 300 Mitglieder.

Die Zahl der Aktiven variiert, beträgt durchschnittlich ca. 10 Personen.

Der Schweizerische Studentenverein, dem wir angehören, zählt 7'600 Personen aus der ganzen Schweiz und ist damit hierzulande der grösste farbentragende Studentenverein.

Was für Leute machen normalerweise mit in eurem Verein?

Leute, die gerne mehr leisten als das absolute Minimum (und dafür auch mehr zurück bekommen). Du musst bereit sein, Dich in der und für die Verbindung zu engagieren. Ansonsten sind wir sehr offen.

Nehmt ihr auch Fachhochschüler auf?

Ja. Grundsätzlich steht ein Beitritt jedem offen, der auf Hochschulebene eine Ausbildung absolviert (Universität, Fachhochschule, Pädagogische Hochschule).

Was bedeuten die Farben?

Farben oder Couleur nennen wir die Studentenmütze und das dazugehörige Farbenband, welches wir über der Schulter tragen. Die Farben sind für uns ein Erkennungszeichen und symbolisieren unser Bekenntnis zur Verbindung, wie auch unsere Zusammengehörigkeit. Rot-Weiss-Grün steht stellvertretend für Freundschaft, Wissenschaft und Tugend, sie sind die Farben und Leitbild des Schweizerischen Studentenvereins.

Was bedeutet das Kreuz auf der Mütze?

Das Kreuz auf der Mütze ist historisch bedingt: Es wurde während den Dreissigerjahren des letzten Jahrhunderts eingeführt, als Bekenntnis zur Schweiz und ihren demokratischen Idealen, im Gegensatz zum im Ausland aufkeimenden Nationalsozialismus.

Was nützt die Hierarchie?

Die Hierarchie dient in erster Linie der Organisation, vice versa dem Berufsleben. Allerdings ist sie bei uns nicht todernst, sondern Teil des „Spieles“. Und wie im wirklichen Leben, kann man auch unsere Hierarchie aus den Fugen heben, wenn man weiss wie.

Wird man zum Trinken gezwungen?

Nein, es wird niemand gezwungen, Alkohol zu trinken. Wir haben immer wieder Mitglieder, die Alkohol an sich nicht mögen oder kurzzeitig, z.B. in der Prüfungsvorbereitung oder im Krankheitsfall, darauf verzichten. Das ist kein Problem und man meldet sich aus selbigen Gründen "bierkrank". Es ist aber so, dass am Stamm viele Bier oder Panaché trinken, zum einen weil es halt schmeckt, zum anderen, um damit ein Feierabendbier in gemütlicher Kollegenrunde genießen zu können.

Wie sieht ein typischer Stamm bei euch aus?

Wir sitzen zusammen, reden und diskutieren über Gott und die Welt und trinken dabei was. Danach geht es ab und an noch "eis wiiter".

Nebst dem wöchentlichen Stamm bilden auch Ausflüge, Sport, Weekends etc. einen festen Bestandteil unserer Aktivitäten

Hilft mir eine Mitgliedschaft später bei der Jobsuche?

Von gar nicht bis zu sehr viel, je nachdem wie sehr man selber die Möglichkeiten nutzt.  Ein Job fällt einem nicht in den Schoss, nur weil man in einer Verbindung ist.  Oft kann man aber vom aufgebauten Beziehungsnetz profitieren. Daneben kann man auch die in der Verbindung erworbenen Soft Skills im Berufsleben einsetzen.

Warum sprecht ihr euch mit Spitznamen an?

Dass wir uns mit unseren Vulgos ("Spitznamen") anreden ist in erster Linie eine seit Jahrhunderten überlieferte Tradition. Geschichtlich begründen sich die Übernamen mit dem Schutz vor Verfolgung, da durch diesen der bürgerliche Name keine Erwähnung findet.

Warum nehmt ihr Frauen auf?

Wir sind sehr offen, es spricht also nichts dagegen, auch Frauen aufzunehmen. Im Gegenteil: Die Berchtoldia gehört zu den ersten Verbindungen unseres Dachverbandes, die in den Siebzigerjahren Frauen aufgenommen haben. Wir übernahmen und übernehmen gesellschaftliche Realitäten und verbinden sie gekonnt mit nun fast 100-jähriger Tradition. Denn in Beruf und Gesellschaft arbeiten Frauen und Männer zusammen, darum sind wir überzeugt, dass es auch in einer Studentenverbindung so sein muss, wenn diese einen Mehrwert schaffen und auf das Leben nach dem Studium vorbereiten soll.

Das Verhältnis Männer – Frauen ist zudem sehr ausgeglichen. Ob mehr Männer oder Frauen "aktiv" sind, ist aber variabel und ändert sich von Jahr zu Jahr.

Frauen in der Verbindung = Zickenterror?

Wir sind zwar eine gemischte Verbindung, aber das heisst nicht zwangsläufig, dass bei uns Zickenterror herrscht. Natürlich kann es unter den Mitgliedern Unstimmigkeiten geben, wie überall wenn Menschen aufeinandertreffen, aber diese sind jeweils schnell und sachlich aus der Welt geschafft (Stichwort Aneignung von Soft Skills). Männer oder Frauen alleine unter sich haben auch Meinungsdifferenzen.

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